Gespräch mit Isabella Moser, der Chefin von Feinkost Moser
6.30 Uhr sagt mein Wecker. „Verschlafen – ausgerechnet heute“, denke ich und rappele mich aus den Federn. Vor einer Stunde war ich zum Telefonat mit Isabella Moser verabredet. Jetzt ist die Chefin von Feinkost Moser beim zweiten Klingeln am Apparat. „Geben`s mir noch eine Stunde“, schlägt sie vor – „dann kommen wir in Ruhe z´sam.“
Punkt 6.30 hat sie Zeit für mich. Sie erzählt von den Anfängen: Schon 1965 hat die Familie Moser ein kleines Feinkostgeschäft am Unteren Markt in Miesbach eröffnet. Konsequent wurden dort nur Lebensmittel von bester Qualität angeboten – und alles so appetitlich hergerichtet wie bei Dallmayr. Nach und nach wuchs ein Stamm zufriedener Kunden heran.
Ich frage Isabella Moser, warum sie ihre Spezialitäten heute auf dem Markt anbietet. Prompt kommt die Antwort: „Ich liebe die Materie. Und ich liebe das Marktleben. Das ist einfach Meins.“ Trotzdem ist es eine enorme Leistung: 20 Mitarbeiter in insgesamt 5 Verkaufsfahrzeugen bringen auf den verschiedensten Märkten eine Auswahl zum Kunden, die einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt: Frischer Fisch und Meeresfrüchte, eine große Auswahl an Feinkostsalaten, Antipasti und Fertiggerichte, die schon beim Hinsehen Appetit machen.
„Meine Lieblingslebensmittel sind in jedem Fall Fisch und Käse“, zählt Isabella Moser auf. „Da leg` ich Wert drauf, dass die Spitzenqualität sind. Beim Käse zum Beispiel haben wir Rohmilch- und naturbelassenen Käse von Baldauf aus dem Allgäu... Aber wir haben auch Käse aus Frankreich, der Schweiz und Italien. Und – wir affinieren Käse.“ Das heißt, die Käselaibe dürfen im hauseigenen Käsekeller zur geschmacklichen Vollendung reifen.
Wer je am Stand von Feinkost Moser stand, weiß: Hier hat man wirklich die Qual der Wahl. So viele kleine, feine Salate und Antipasti, Herings- und Matjessalate, Krabben- und Hummersalate, der Römische Nudelsalat und die himmlischen Frischkäse-Varianten…
„Kein Problem für mich.“ Isabella Moser ist jetzt voll in ihrem Element – das spürt man richtig. „99 Prozent meiner Kunden auf jedem Markt sind Stammkunden“, sagt sie, als sei das ganz selbstverständlich. „Ich kenn` die Vorlieben von jedem. Mir können`s des Körberl reinreichen und ich pack Ihnen genau das ein, was Sie wollten.“ Ich frage, ob sie einen Einkaufstipp hat. Da muss sie nicht lange überlegen: „Wir machen jede Woche einen ´Salat der Woche` und ein ´Fertiggericht der Woche`. Die sind immer neu und immer gut.“ Nun ist unsere Zeit um. Isabella Moser legt auf. Sie ist bereit für einen neuen Tag auf dem Markt.